Die denkmalswerte Kirche und das Gemeindehaus in Oespel
Auf der Linnert 16,
44149 Dortmund
Das Gemeindezentrum Kley wird in der Woche vom CJD als Schulungszentrum genutzt. An zwei Wochenenden im Monat steht uns das Gebäude für Gottesdienste und Gemeindearbeit zur Verfügung.
Echeloh 70,
44149 Dortmund
Evangelische Kirche Oespel
Die Ev. Kirche Oespel ist die älteste und kleinste der denkmalgeschützen Kirchen der Elias-Gemeinde. 1901 wurde mit Bau der zweischiffigen neoromanischen Kirche begonnen. Eine Empore, Tragwerk und Bänke aus Holz im Jugendstil prägen den Innenraum.
1877 zählten zu Lütgendortmund 11434 Seelen, 1881 wurde Pfr. Klein zuständig für die Bezirke Oespel, Marten, Rahm und Kirchlinde. 1895 wurde der Pfarrbezirk Oespel-Stockum Düren aus der Taufe gehoben. 1894 wurde der Friedhof Oespel in kommunaler Trägeschaft eingerichtet.
Am 1. Februar 1897 wurde die Frauenhilfe in Oespel gegründet.
Das ehemalige Pfarrhaus Ewald-Görshop-Str. 43 wurde 1899 bezugsfertig, das Grundstück hatte damals 2280 Mark gekostet.
Am 11.07.1899 wurde der Beschluss über den Bau von zwei Gotteshäusern in Oespel und Stockum-Düren gefasst, Kosten 50.000 Mark. Das war zu knapp bemessen, es gab eine Nachbesserung von 72.000 Mark. 1900 wurde ein Grundstück von Bauer Bockholt erworben zum „Bau einer Kapelle“ in Oespel. Am 3. Oktober 1900 wurde Pfarrer H. Schulze-Noelle eingeführt.
Am 30. April 1901 wurde der Grundstein für die evangelische Kirche in Oespel gelegt. Die Bruchsteine stammen übrigens aus Witten-Stockum.
Die Einweihung der Oespeler Kirche fand am 29. Juli 1902 statt. 1903 wurde Kley zu Oespel gewiesen. 1904 wurde Oespel ein selbständiger Pfarrbezirk. 1905 bekam Kley einen eigenen Friedhof. Ab 1905 wurden auch Kindergottesdienste ins Leben gerufen, und da durften Jungen und Mädchen schon damals durcheinander sitzen. 1906 wurde Oespel aus Lütgendortmund ausgegliedert, und seit dem 05. August 1907 bestand die eigenständige Kirchengemeinde Oespel-Kley. 1908 umfasste Oespel-Kley 3288 Seelen. 1909 entstand der gemischte Kirchenchor.
1909 wurde ein „Vereinshaus“ geplant – das jetzige Gemeindehaus. Im Bauschein wurden Konfirmandenräume, Schwesternwohnung und Versammlungsräume beantragt.
1910 wurde die Einfriedungsmauer um das Kirchgrundstück errichtet.
1911 wurden Männer- und Jugendverein gegründet. Die erste Gemeindeschwester für Kranke, Arme und Jugend nahm ihre Arbeit auf.
Der erste Weltkrieg von 1914 –1918 war ein tiefer Einschnitt in das Gemeindeleben.
Seit dem 15. April 1928 fand täglich der Kindergarten von 8.30 bis 12 Uhr in den Räumen des Gemeindehauses statt.
Am 12. 12. 1944 wurden Kirche, Pfarrhaus und Gemeindehaus von Luftangriffen getroffen. 1945 kam es zu weiteren Kriegsschäden, die Fenster wurden vollständig zerstört. Die Gottesdienste fanden im Gasthaus Becker am Lütgendortmunder Bahnhof (Station) statt.
1948 wurden die Fenster im Altarraum zugemauert. Das Bild im runden Fenster (Christus, der Weltenrichter) wurde von einem Berliner Künstler entworfen. Es wurde von der Frauenhilfe gespendet. Auch die Seitenfenster wurden wieder verglast. Die Medaillon in den Fenstern, die die Symbole der Evangelisten zeigen, wurden von damaligen Presbytern gespendet.
1952/53 wurde Turm und Kirche schiefergedeckt, das Kupferkreuz von der Fa. Sporbeck gefertigt und mit dem Hubschrauber auf das Dach gesetzt.
1957 erfolgt der Anbau der Bühne an das Gemeindehaus.
1958 wurde ein neues Läutewerk angeschafft:
Glocke 1 – Den Menschen ein Wohlgefallen.
Glocke 2 – Kommt, denn es ist alles bereit.
Glocke 3 – Eins ist Not.
Die Glocken 1 und 2 wurden von dem Presbyer …. und den ehem. Pfarrern Schulze-Noelle sen. und jun. Gespendet.
Die dritte Glocke von den Familien Westermann, Holthaus, Bockholt, Kersebom, Oberschulte, Rennert, Tönnis und Ostermann.
1971 ging die letzte Gemeindeschwester, Schwester Frieda, in Ruhestand.
Am 8. 12. 1974 wurde der Grundstein für den neuen 3-gruppigen Kindergarten gelegt, der am 7.12. 1975 eingeweiht werden konnte.
Im Herbst 2005 wurde die denkmalgeschützte Walcker-Orgel renoviert.
Geschichte der Oespeler Orgel
1902 wurde die Orgel der Oespeler Kirche von der damals renommierten Fa. Walcker, Ludwigsburg, erbaut. Die Fa. Walcker war eine der bedeutendsten Orgelbaufirmen ihrer Zeit.
Die Orgel verfügt über acht Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal und pneumatisch gesteuerte Kegelladen. Die Orgel ist bis auf Veränderungen in der Mixtur und zwei verlorene Register in der Pfeifensubstanz , komplett in der technischen Substanz erhalten. Es wurden zahlreiche Walcker-Orgeln in Dortmund und Umgebung eingebaut, die Oespeler Orgel ist jedoch einer der wenigen Orgeln, die in diesem guten Zustand überhaupt erhalten ist. Aus diesem Grund wurde sie im Juli 2005 gesondert in die Liste der Denkmäler aufgenommen (die Oespeler Kirche und die sie umgebende Mauer mit Jugendstilgitter ist seit 1987 denkmalgeschützt).
In den vergangenen Jahren verschlechterte sich der Zustand der Orgel jedoch: eine gründliche Reinigung war vonnöten, Pfeifen waren schadhaft, etc.
1974/75 waren zwei Register ausgetauscht worden, da man mit dem Klang der Orgel nicht mehr zufrieden war. Auch Orgelklänge unterliegen der Mode.
Nachdem die Orgel von Prof. Winfried Schlepphorst, Orgelsachverständiger des Westfälischen Amts für Denkmalpflege, und Manfred Schwartz, Orgelsachverständiger der EKvW, begutachtet wurde, rieten sie dringend an, die Orgel wieder in ihre Originalregistrierung zurückzuführen.
Das Presbyterium Oespel-Kley entschloss sich schließlich noch einmal Geld in die Hand zu nehmen und die Orgel grundlegend zu restaurieren und den Ratschlägen der Orgelsachverständigen zu folgen. Wohl wissend, dass dies wohl die letzte große Restaurierung dieser Art sein wird.
Am dritten Advent 2005 wurde die Oespeler Walcker-Orgel im neuen „alten“ romantischen Klang wieder ihrer Bestimmung zugeführt.. KMD Peter Klitzsch, damals Kreiskantor des Kirchenkreises Dortmund-West, spielte u. a. Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy. Zur Aufführung gelangten außerdem Stücke für Chor und Instrumente.
Ev. Familienzentrum "Eliaskinder" in Oespel
Betreuung unter 3 Jahren:
ab 4 Monaten u. ab 2 Jahren
Auf der Linnert 16
44149 Dortmund
Tel.0231-65 26 04
E-Mail: Leitung.linnert@vkk-do.de
Leitung: Tanja Brüsecke