Wir bringen die Kirche in ihr Wohnzimmer

Die Kirchen müssen aktuell für den öffentlichen Gottesdienst geschlossen bleiben. Auf die Gemeinschaft der Gläubigen müssen Sie aber nicht verzichten. Wir wissen, gerade in diesen unruhigen Zeiten tun Gemeinschaft und Beistand gut. Wir, die RuhrNachrichten, bringen den ökumenischen Gottesdienst direkt in Ihr Wohnzimmer: Pfarrerin Dr. Kerstin Schiffner und Pfarrer Michael Ortwald laden ein.

Kommen Sie am Sonntag um 10 Uhr auf ruhrnachrichten.de und seien Sie beim Video-Gottesdienst dabei. RuhrNachrichten

29.03.2020 10:00 Ökumumenischer Video-Gottesdienst

Quelle: RN 28.03.2020

Guten Morgen, im heutigen Evangelium, über das Michael Ortwald im Video-Gottesdienst auch predigt, geht es um die Andersjünger*innen - hier wie dort, damals wie heute:

Markus 10, 35-45:
35 Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst. 36 Er antwortete: Was soll ich für euch tun? 37 Sie sagten zu ihm: Lass in deiner Herrlichkeit einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen! 38 Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde? 39 Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde. 40 Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die es bestimmt ist. 41 Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes. 42 Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und ihre Großen ihre Macht gegen sie gebrauchen. 43 Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, 44 und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. 45 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

Einen gesegneten Sonntag Judika (lat. ausführlich: judica me, Deus: Schaffe mir Recht, Gott!) wünsche ich euch!

22.03.2020 10:00 Ökumumenischer Video-Gottesdienst

Quelle: RN 21.03.2020

Um diese Geschichte aus dem Johannesevangelium (Kap. 9) geht es in unserem Video-Gottesdienst, sie ist Lesung und Grundlage für den Impuls:

1Im Vorübergehen erblickte Jesus einen von Geburt an Blinden. 2Da fragten ihn seine Schüler: „Rabbi, wer hat gesündigt, er oder seine Eltern, sodass er blind geboren wurde?“ 3Jesus antwortete: „Weder er hat gesündigt noch seine Eltern. Vielmehr sollten sich an ihm die Taten Gottes zeigen. 4Wir müssen die Taten dessen tun, der mich geschickt hat, solange es Tag ist. Es kommt die Nacht, da niemand etwas tun kann. 5Wann immer ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ 6Nachdem er das gesagt hatte, spuckte er auf die Erde, machte aus der Spucke Schlamm, bestrich mit dem Schlamm seine Augen 7und sprach zu ihm: „Auf, wasch dich in der Teichanlage Schiloach!“ Das wird übersetzt mit „Gesandter“. Da ging er weg, wusch sich und kam sehend zurück.

8Da sagten die Nachbarn und die ihn vorher als Bettler gesehen hatten: „Ist das nicht der, der dasaß und bettelte?“ 9Einige sagten: „Das ist er.“ Andere sagten: „Nein, er ist ihm nur ähnlich.“ Er sagte: „Ich bin’s.“ 10Da sagten sie ihm: „Wie sind dir denn die Augen geöffnet worden?“ 11Er antwortete: „Der Mensch, der Jesus heißt, machte Schlamm, bestrich damit meine Augen und sprach zu mir: ‚Auf zum Schiloach und wasch dich!‘ Nachdem ich also hingegangen war und mich gewaschen hatte, konnte ich sehen.“ 12Da sprachen sie zu ihm: „Wo ist jener?“ Er sagte: „Ich weiß es nicht.“

13Sie brachten ihn zu den leitenden Pharisäern, den ehemals Blinden. 14Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Schlamm gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte. 15Da fragten ihn abermals auch diese Pharisäer, wie er sehend geworden wäre. Er aber sagte ihnen: „Schlamm hat er mir auf die Augen gelegt und ich habe mich gewaschen und sehe.“ 16Da sagten einige von diesen Pharisäern: „Nicht von Gott ist dieser Mensch, da er den Sabbat nicht hält.“ Andere sagten: „Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun?“ Und es gab eine Spaltung unter ihnen. 17Da sagten sie wiederum zu dem Blinden: „Was sagst du dazu, dass er dir die Augen geöffnet hat?“ Er sprach: „Ein Prophet ist er.“

28Da beschimpften sie ihn und sprachen: „Du bist ein Schüler von dem da; wir aber sind Moses Schüler. 29Dass mit Mose Gott geredet hat, wissen wir. Von dem da jedoch wissen wir nicht, woher er kommt.“ 30Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: „Darin besteht ja das Erstaunliche, dass ihr nicht wisst, woher er kommt; und mir hat er doch die Augen geöffnet! ... 33Wenn dieser nicht von Gott wäre, könnte er gar nichts tun.“ 34Sie antworteten und sprachen zu ihm: „Du bist ganz und gar in Sünden geboren und willst uns belehren?“ Und sie jagten ihn hinaus.

35Jesus hörte, dass sie ihn hinausgejagt hatten. Nachdem er ihn gefunden hatte, sprach er: „Glaubst du an den Menschensohn?“ 36Jener antwortete und sprach: „Und wer ist es, Herr, sodass ich an ihn glauben kann?“ 37Jesus sprach zu ihm: „Du hast ihn doch gesehen; der mit dir redet, der ist es.“ 38Er sagte: „Ich glaube, Herr.“ Und er fiel vor ihm nieder.

Was denkt ihr: Wo ist unsere Blindheit? Wo brauchen wir neues Sehen, geöffnete Augen? Ein paar meiner Ideen dazu sag ich - und freue mich, wenn ihr mir eure schreibt, per Messenger oder auch als Mail: kerstin.schiffner[at]elias-gemeinde.de

Einen gesegneten Sonntag, eure Kerstin