Wir sind da - in, mit, trotz Corona...

Elias-Telefonseelsorge mal anders

27.05.2020

Guten Morgen, heute am Mittwoch schicke ich euch was von einer jungen Kollegin aus Hannover, die ich vor knapp einem Jahr beim Kirchentag im Konzert erleben durfte - ich bin gespannt, wie's euch gefällt☺.
https://youtu.be/7DPlneI8I1U

26.05.2020

Hallo zusammen, am Dienstag wie immer Grüße von unseren Konfis. Schwer beschäftigt mit dem Fragen nach 'was zählt (für mich)?', so kurz vor der Konfirmation, haben sie große und kleine Steine und auch Sand in Gurken- und andere Gläser gefüllt (und im Gegenzug von mir die Geschichte erhalten, die ich euch auch gleich schicke, weil auch 'Alte' sich das immer mal wieder klarmachen können;)) - und sie haben ihre Tauf- bzw. Tauferinnerungs-, also Konfi-Kerzen gestaltet, wie ihr hier sehen könnt. Wir gehen also mit Vollspeed auf die Zielgerade☺.

Steine und Sand

Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen. Er begann seine Vorlesung damit, ein großes leeres Mayonnaiseglas bis zum Rand mit großen Steinen zu füllen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll sei. Sie bejahten dies.

Der Professor nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die
Kieselsteine rollten natürlich in die Räume zwischen den größeren Steinen. Dann fragte er seine Studenten
erneut, ob das Glas jetzt voll sei. Sie stimmten wieder zu und lachten.

Der Professor lächelte ebenfalls, nahm eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn in das Glas. Natürlich füllte der Sand nun die letzten Zwischenräume im Glas aus.

„Nun“, sagte er dann, an seine Studenten gewandt, „Ich möchte, dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie ihr Leben ist! Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben: Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Freunde, Ihre Kinder, Ihre Berufung, Ihre Gesundheit - Dinge, die - wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben - ihr Leben immer noch erfüllen würden.

Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie z.B. Ihr Job, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr Auto. Und der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben. Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine.

So ist es auch in Ihrem Leben: Wenn Sie all ihre Energie für die kleinen Dinge in ihrem Leben aufwenden,
haben Sie für die großen keine mehr. Achten Sie daher auf die wichtigen Dinge, nehmen Sie sich Zeit für die Dinge, die Ihnen am meisten am Herzen liegen. Es wird noch genug Zeit geben für Arbeit, Haushalt, Partys usw. Achten Sie zuerst auf die großen Steine - sie sind es, die wirklich zählen. Der Rest ist nur Sand.“
http://www.engelbrecht-media.de/s_nur_sand.html

25.05.2020

Guten Morgen, heute mit Wünschen für eure Woche - möge in allem, was ihr vorhabt und was euch bevorsteht, Raum für Unterbrechung(en) sein!

24.05.2020

Guten Morgen, am Sonntag Exaudi, wieder einem 'dazwischen', heute zwischen Himmelfahrt und Pfingsten schicke ich euch ein Fürbittengebet - und freue mich, wenn ihr mir noch Erweiterungen, Fortsetzungen, eigene Ergänzungsideen schicken mögt☺:

Gott des Himmels und der Erden, wir bitten dich:

für alle Himmelstürmer*innen – erhalte ihnen den Überschwang und die Lust am Losgehen, am Ausprobieren, am einfach Machen – und fang sie auf, wenn sie doch mal stolpern.

Für alle Himmelsgucker*innen – erhalte ihnen die Sehnsucht nach dir, nach dem anderen, nach dem mehr als alles – und tröste sie, wenn der Himmel so unendlich weit weg scheint.

Für alle Traurigen, für die, die Abschied nehmen müssen – von lieben Menschen, vom vertrauten Leben, von dem, was war – bleib an ihrer Seite.

Für alle, die den Himmel kleinrechnen und -reden wollen – schenk Phantasie und Kreativität, lass etwas aufblitzen von deiner Lust am Bunten und an der Vielfalt.

Für alle gewählten oder selbsternannten Himmelsverwalter*innen – gib ihnen den Mut zum genauen Hinschauen, zum Hinterfragen, auch der eigenen Position.

Für alle Himmelsleugner*innen – schick Bot*innen, die von deiner Liebe, von deiner Gegenwart reden, in Worten für heute, im Miteiander-Unterwegssein.

Für uns alle auf dem Weg zwischen Himmel und Erde: Erde uns, Gott, lass uns verwurzelt sein in dem, was trägt und Halt gibt – und lass uns uns trotzdem Richtung Himmel recken, halte in uns die Sehnsucht wach, himmle uns, Gott.
Amen.☺

23.05.2020

Guten Morgen bei den Elias Impulsen am Samstag: außer der samstäglichen Einladung (18.00 gibt's was zu hören, morgen ab 10.00 was zu gucken), freue ich mich sehr euch heute einladen zu dürfen:

Es kann losgehen - unser Schutzkonzept für die Durchführung von 'geöffneten Kirchen+' ist von der Kirchenkreisleitung genehmigt. Ab sofort, also ab diesem Wochenende laden wir euch hiermit ganz herzlich ein in unsere Kirchen in Oespel und Marten:

Die Kirche Oespel ist samstags von 18-19 Uhr geöffnet, die Immanuelkirche sonntags von 15-17 Uhr (die Fine Frau bleibt bis auf weiteres nur für die Tafel genutzt) - dort erwartet euch immer jemand aus unserem Kirchen-Team  und kann mehr dazu erzählen, was jetzt alles geht:) - natürlich gelten die üblichen Schutzbestimmungen von Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz, Hygiene sowie Begrenzung der Zahl der
zeitgleich Anwesenden.

Was euch erwartet? Schöne Kirchräume, liebe Menschen und was Inhaltliches: In der Oespeler Kirche wird z.B. der Audio-Impuls, den ihr über die website und über WhatsApp kennt, gespielt und für die Immanuelkirche haben wir ein Konzept mit verschiedenen Stationen entwickelt, an dem z.B. ein biblischer Text ausliegt oder jemand zum Gespräch bereit steht/sitzt oder... Das entwickeln wir stetig weiter. An beiden Orten gibt es auf jeden Fall immer wieder auch Musik und natürlich könnt ihr eine Kerze entzünden und euch zum stillen Gebet in eine der Bänke setzen. Die Plätze sind gekennzeichnet. Wir freuen uns, euch zu dieser besonderen Form des Gottesdienstes einladen zu können - und am meisten freuen wir uns auf euch!

22.05.2020

Guten Morgen, letzten Freitag in der SZ, heute immer noch gut ;)

21.05.2020

Guten Morgen an einem strahlend schönen Himmelfahrtstag!
Ich schicke euch unseren Elias-Gottesdienst zum heutigen Feiertag ☺

20.05.2020

Guten Morgen am Musik-Mittwoch, heute mit lieben Grüßen von Christian Helge Schneiders Beitrag zum #FreeESC - skurrile Zeiten brauchen ihre eigene Musik... Und die konnten ja nicht wissen, dass wir hier den diesjährigen ESC (Elias Song Contest; danke Frank) schon hatten ;).
Viel Freude, einen guten Tag!
https://youtu.be/yL0G1EWkbpc

19.05.2020

Wer weiß, wo's steht? Tipps an mich, ich verrate es erstmal nicht ;)...

Guten Morgen am KU-Dienstag, gestern eine Geschichte von Mia, heute einen Gruß von einer Elias-Konfi-Mia - die Konfis sortieren gerade alles Mögliche aus der Reihe 'Was ist mir wichtig?', dazu gehört auch: schickt uns biblische Lieblingsworte/-erzählungen - und Mia ist beim Blättern hierauf gestoßen ☺.

Ihr ahnt und wisst: dieser Jahrgang ist etwas ganz Besonderes - und wird auch eine besondere Konfirmation bekommen.
In den letzten Wochen habt ihr immer wieder Eindrücke aus dem KU bekommen, irgendwie mehr als sonst immer;) - die Generationen kommen in Kontakt, das ist wunderbar.
Und deshalb schreibe ich euch eine Idee: Wir möchten gern jedem und jeder Konfi zur Konfirmation ein Glas selbstgekochte KONFItüre schenken - und bitten dazu euch um Hilfe: Habt ihr noch ein, zwei Gläser im Keller/Vorrat, die ihr verschenken mögt?
Falls ja: einmal kurze Rückmeldung an mich oder auch direkt in die Holzkiste vor unserer Haustür; am allerliebsten mit einem kleinen Zettel/Gruß dabei von euch an den/die beschenkte*n Konfi mit eurem Namen dabei. Die freuen sich, wenn sie von 'älteren' aus der Gemeinde was hören/lesen.
LG, Kerstin

Dagmar hat's als erste komplett konkret richtig: Sirach 30,14f. isses - in dem Teil der Bibel zu finden, der in der Luther-Übersetzung unter 'Apokryphen' läuft...von daher bei vielen evangelischen Christ*innen eher weniger bekannt ;).

18.05.2020

Der Engel, der eine Lilie bringt – von Susanne Niemeyer - https://www.evangelisch.de/node/169791

Ihr Lieben, später als sonst kommt unser Elias-Impuls heute zu euch - in tiefer ökumenischer Verbundenheit was für den Marienmonat Mai.
Sonnige Grüße ☀

17.05.2020

Guten Morgen am Sonntag Rogate "Betet!" - ums Beten soll's gehen heute, im Gottesdienst und überhaupt:

wenn du betest, geh in dein Zimmer, in deinen innersten Raum, wo du für dich bist.“ (Mt 6,6)

Geh in deinen innersten Raum... - Gedanken dazu von Christina Brudereck:

Heiliger Raum
Ich möchte meiner Seele Raum geben.
Hier bin ich für mich.
Niemand darf über die Schwelle treten.
Hier ist Friede.
Hier bin ich sicher.
Ich nehme meinen Platz ein.

Ich stelle mir meinen heiligen Ort ganz konkret vor.
Den Boden unter meinen Füßen. Den Blick nach oben.
Meinen Zugang. Die Schwelle. Die Grenze.
Ein Zelt. Eine Kapelle. Ein Zimmer am Urlaubsort.
Einen Garten. Einen Lichtkegel. Ein Atelier.
Ein Baumhaus. Eine Hütte am Fjord. Einen Leuchtturm.
Eine Dachkammer, dem Himmel ganz nah.
In meinem heiligen Raum bin ich für mich.
Und du bist da, Gott.
Ja, mach in mir deinem Geiste Raum.
Zieh in mich ein.
Nimm Wohnung in meiner Seele.
Öffne die Fenster für den Wind.
Öffne die Tür.
Lass meinen Raum auf deinen Säulen stehen.
(in: Christina Brudereck, Worte meines Herzens, 2015, S.30)

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

16.05.2020

Heute wie jeden Samstag habe ich um diese Uhrzeit lauter Einladungen:

1. Heute auf 18.00 unser 'Samstags-in-Elias'-Gottesdienst - heute etwas umfangreicher als sonst weil von dem Team vorbereitet, das den Elias gemeinsam Gottesdienst für den Mai konzipiert hat - danke an dieser Stelle schon einmal an Heike, Roger, Barbara und Sabine!

2. Unser ökumenischer Video-Gottesdienst (morgen schon der 10.) ist morgen ab 10 Uhr

Und 3. Wir wollen auch dieses Jahr ein Sommer-Westkreuz rausbringen und zwar eins, in dem es darum geht: Wie machen, schaffen wir das hier in Elias in dieser neuen Realität? Dazu wäre es toll, von euch was zu lesen und zu sehen:

  • Was hat euch gut getan bzw. tut euch gut in dieser Zeit?
  • Wo seid ihr gern?
  • Was habt ihr (neu) lieben gelernt?

Wir freuen uns, wenn ihr uns kleine Reaktionen in Wort und Bild schickt, Erlebnisse, Eindrücke aus euren in-mit-trotz Corona Wochen.
Bilder mit Bildunterschrift am liebsten direkt per Mail an regina.fehlau[at]elias-gemeinde.de
Reine Textbeiträge gehen auch per Whatsapp an mich, die leite ich dann an Regina weiter.
Wir erleben Elias in Nähe und Ferne verbunden in dieser Zeit, bunt und vielfältig - und es wäre toll, wenn davon was in unserem Gemeindebrief auch dadurch was zum Ausdruck käme, dass viele Stimmen zu hören sind, von Gemeindegliedern und uns Verbundenen, auch von welchen, die in dieser Zeit zu uns gekommen sind.

Habt einen guten Samstag, mit Geisterderby und hoffentlich ohne zu viele Demo-Verrückte...!

15.05.2020

Guten Morgen am Freitag, ihr Lieben, ich schicke euch zweierlei: Peter Zudeicks Schrägstrich "Komplott" - zum Brüllen, wenn's nicht so tragisch wäre... Und irgendwie im Gespräch damit was von mir zum Fühlen und warum Kains Lösung eben ke/aine ist (etwas länger als sonst, kürzer ging irgendwie nicht...;)). Ich bin gespannt, wie's euch anguckt, -spricht...!

Unbedingt anhören! Mein Tipp aus der ARD Audiothek: Komplott! - "Es muss ja nicht unbedingt Sinn ergeben"
https://www.ardaudiothek.de/satire-am-morgen/komplott-es-muss-ja-nicht-unbedingt-sinn-ergeben/75550780

14.05.2020

Guten Morgen☀, eine ungewöhnliche Übung für ungewöhnliche Zeiten von Susanne Niemeyer am heutigen Donnerstag ☺

13.05.2020

Guten Morgen☀, heute was herrlich lakonisches aus euren Einsendungen - viel Freude damit!
https://youtu.be/Em-DAHKEpA8

Unsere jüngeren Jugendlichen mit ihrem SOS für Dülmen hatte ich euch schon geschickt. Hier kommt was von den 'älteren' jungen Erwachsenen (alle volljährig)

Das Haus am See liegt uns sehr am Herzen. Bitte spende und leite das Video weiter. Spendenkonto: Haus am See gGmbH. IBAN DE87 4405 0199 0061 0238 79. BIC DORTDE33XXX. Verwendungszweck: virtuelles Dülmen.

12.05.2020

Guten Morgen☀, heute am Dienstag wieder mit Grüßen aus dem KU, genauer: mit einer bunten Mischung aus Ideen unserer Konfis zum Thema Taufe - Licht und Schatten (mit und ohne Kreuz), (Fuß-)Spuren Jesu in meinem Leben, Lieblingsorte, an denen ich mit Gott ins Gespräch gehen kann... Vielleicht stößt das eine oder andere ja in euch auch was an.

Und Gruß Nr.2: spontane Assoziationen der Konfis zum Stichwort Taufe

11.05.2020

Guten Morgen☀, zum Wochenstart schicke ich euch einen Slam von Holger Pyka, mit dem er mich im Finale des Hagener preacher slams 2017 besiegt hat - und zwar sowas von verdient! Ich liebe diesen Text, habe ihn leider von Holger nicht als Aufnahme, deswegen müsst ihr mit meiner Stimme vorlieb nehmen ;).

10.05.2020

Guten Morgen, ihr Lieben, am Sonntag Kantate - "Singt!", heißt der. Zum Singen haben wir gestern von Christian schon Wunderbares hören können (und von Arline - danke für 'Ich sing dir mein Lied'!).

Ich schicke euch heute morgen ein Lied aus Lateinamerika, das immer unbedingt dazugehörte zu den Bibelarbeiten von Luise Schottroff und Dorothee Sölle auf den Kirchentagen, die von der Band Habakuk musikalisch gestaltet wurden. Ich habe es 1989 auf dem Berliner Kirchentag (meinem ersten) zum ersten Mal gehört - es berührt mich bis heute, gerade heute vielleicht (sogar in der eher mittelmäßigen Qualität wie hier). https://youtu.be/AdUwomd8Mhk

Der deutsche Text geht so:
Ich kenne Gottes Ruf und bin dazu bereit, mit ihm an seiner Welt der Liebe mitzubauen. Kein Engel steigt herab, der Feuerwerk entfacht, der Schmerzen schnell mal stillt, aus Kriegen Frieden macht. Vielmehr liegt es an mir, bewegt von Gotres Geist, dass wahr wird, sich erfüllt, was wahres Leben heißt.

Einen gesegneten Sonntag euch!

09.05.2020

Am heutigen Samstag schicke ich euch wieder zwei Einladungen:
1. Heute auf 18.00 kommen die Audios zu unserem digitalen Gottesdienst 'Samstags in Elias', heute mit Christian Höfener Wolf und Arline Klein.
2. Morgen wieder ab 10.00 abrufbar auf ruhrnachrichten.de unser Video-Gottesdienst

08.05.2020

Guten Morgen am 08. Mai, dem Tag der vielen Namen... Tag der Befreiung gefällt mir persönlich davon immer noch am besten.
Auch und gerade heute brauchen wir Gottes Segen, was wörtlich aus dem Hebräischen übersetzt heißt: Gewicht geben - im Gegensatz zu verfluchen, das ist wörtlich das 'leicht nehmen', nicht fröhlich sondern 'wie Luft'. Unfassbar schrecklich leicht unter den Nazis: Millionen von Menschen so leicht, dass der Rauch ihrer vergasten und verbrannten Körper aus den Schornsteinen zog...

Gerade heute also die Bitte an Gott selbst, dass er ihrem Andenken und auch uns Gewicht geben mögen, sie segnen, dass sie nie in Vergessenheit geraten, uns segnen, dass wir stark werden, geduldig und voller Vertrauen:

Gott segne dich.

Sie erfülle deine Füße mit Tanz
und deine Arme mit Kraft.

Sie erfülle dein Herz mit Zärtlichkeit
und deine Augen mit Lachen.
Sie erfülle deine Ohren mit Musik
und deine Nase mit Wohlgerüchen.

Die Lebendige erfülle deinen Mund mit Jubel
und dein Herz mit Freude.
Sie schenke dir immer neu die Gnade der Wüste:
Stille, frisches Wasser und neue Hoffnung.

Gott gebe uns allen immer neu die Kraft,
der Hoffnung ein Gesicht zu geben.
Es segne dich die Ewige.

Aus Ägypten (m. kl. Veränderungen)

07.05.2020

Gestern hatte Erich Fried Geburtstag - seinen Satz hänge ich mir mit über den Schreibtisch :). Das gleich folgende Video konkretisiert Fried in gewisser Weise - danke an Jan fürs Schicken, gebe ich gern weiter. Liebe Grüße, habt einen schönen Donnerstag!

Hier noch das angekündigte Video

06.05.2020

Guten Morgen, heute schicke ich euch als musikalischen Gruß eins der eingesandten Gute-Laune-Lieder - weil es dazu sowas Schönes zu lesen gibt:

"Mein Gute-Laune-Song seit 1972!

RTL- Radio weckte mich in der Ausbildungszeit damit ...

Erste Tanzversuche im Jugendheim, später in der Tanzschule und nochmal später für 15 Jahre erneut im Tanzkreis ab 1990‼️

Gespielt bei unserer Hochzeit 1989

Bis heute die Melodie, wenn der Freundeskreis sich trifft

Alle lieben die leicht rauhe Stimme, den beschwingten Sound und das herrlich groovende Saxofon

Für mich wär das Leben trister ohne diesen Muntermacher, der mich durch die Zeit trägt und immer wieder gelebtes Leben lebendig macht

Und ganz nebenbei haben wir früher auf diese Weise sogar Englisch gelernt, denn die BRAVO druckte immer einen Song der Woche in englisch mit deutscher Übersetzung‼️

Viel Vergnügen beim Hören und gleichzeitiger Auffrischung der Englischkenntnisse ;)"

Oh Babe What Would You Say" by Hurricane Smith

05.05.2020 Guten Morgen☀

Danke-Worte von Elias Konfis an Menschen in der Pflege

Grüße aus dem KU am heutigen Dienstag:
Die Konfis waren letzte Woche mit der App 'Finding J'  auf digitaler Jesussuche-Zeitreise - macht großen Spaß auch für alle etwas älteren Menschen ;) ich schick euch gleich den Link.
Und: aus ihrer Runde kam der Wunsch, Menschen in der Krankenpflege ausdrücklich zu danken - wir haben gesammelt und leiten das weiter an Dortmunder Krankenhäuser. Danke an Peter für das Produzieren des Videos! Wem das zu schnell läuft: einfach einmal auf Pause drücken ;)
Liebe Grüße, Kerstin

Wer selbst auf Jesus-Suche gehen will: die Apps gibt's kostenfrei in den jeweiligen App-Stores ☺

04.05.2020

Hallo, ihr Lieben, zum Wochenstart ein Klassiker, ein Text, den ich oft im Silvester Gottesdienst lese, Steffi hat ihn mir für die Impulse nochmal geschickt:

Rezept (von Mascha Kaleko)

Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
Wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
Und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
Wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muß, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
Sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.

Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
Geht es um dich oder ihn.
Den eignen Schatten nimm
Zum Weggefährten.

Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
Und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
Unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiß deine Pläne. Sei klug
Und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
Im grossen Plan.
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.

(aus: Die paar leuchtenden Jahre)

Elias-Gute-Laune-Hoffnungs-Hits

Und hier seht ihr die TOP 3 unserer Konsensierung

Danke für alle Elias-Gute-Laune-Hoffnungs-Hits - jeder einzelne von ihnen ist ein Hit, jeder einzelne tröstet, baut auf, macht gute Laune. Alle bleiben deshalb natürlich samt Links auf unserer Website - und immer mal wieder werden wir einen von ihnen auch versenden ☺.
Danke euch allen fürs Einsenden und Voten, danke an Oliver Fiedler fürs Erstellen und Betreuen der online-Konsensierung, danke an Regina Fehlau für den Transfer auf die Elias-website!

Eure Nummer 1; der Vorschlag kam übrigens von Gabriel, einem unserer Konfis:
Louis Armstrong - What A Wonderful World

03.05.2020 Guten Morgen euch allen am Jubel-Sonntag (Jubilate)

ich wünsche euch heute äußeres und inneres Jubeln, mit Anlass oder mit Meister Eckhard gesprochen "sunder warumbe"☺.
Im Video-Gottesdienst dreht sich mein Impuls um das Bleiben... Ausgehend von diesem für heute vorgeschlagenen Predigttext.

Stichwort RN-Video-Gottesdienst, weil mich da jetzt mehrere nach gefragt haben: Am 10. Mai, also nächsten Sonntag, wird es auf jeden Fall noch einen geben.
Die RN wollen morgen auf die Zahlen von heute gucken und bitten auch ausdrücklich um Reaktionen von Zuhause-Mitfeiernden, ob es danach weitergehen soll mit diesem Format oder nicht - einfach eine Mail an die im Abspann und auf der Website genannte Adresse der Chefredaktion.

02.05.2020

Am heutigen Samstag schicke ich euch gleich drei Einladungen:

  1. Heute auf 18.00 kommen die Audios zu unserem digitalen Gottesdienst 'Samstags in Elias', heute mit Christian Höfener Wolf und Arline Klein.
  2. Morgen wieder ab 10.00 unser Video-Gottesdienst
  3. Noch bis 19.00 heute könnt ihr auf https://acceptify.at/nlxclvrap alle vorgeschlagenen Gute-Laune-Hoffnungs-Lieder bewerten - je mehr von euch viele Lieder bewerten, desto spannender wird es☺. Und was gibt's bei diesem Wetter gemütlicheres, als auf dem Sofa in ein paar Videos von altvertrauten oder auch ganz neuen Lieblingsliedern reinzugucken? Die Autoschlange vor IKEA ist auch ohne euch lang genug ;).

Liebe Grüße, Kerstin

01.05.2020

Heute noch einmal was zu Psalm 23, nur noch heute, ehrlich☺.
Gedruckt kommt es morgen in den RN, hier schonmal zum Anhören, mal wieder was Streitbares aus der Reihe 'klare Kante'.
Habt einen guten 1. Mai!

30.04.2020

(Auszug aus: D. Sölle, Vergesst das Beste nicht, in: dies., Gegenwind, Hamburg 1995, 310-312, 312)   - das muss ich euch heute einfach schicken, ihr Lieben, denn heute am Donnerstag will ich euch einfach mal danke sagen - weil in dem, wie ich euch, wie ich uns, unsere Gemeinschaft in diesen Zeiten erlebe, in Verbundenheit, mit wachen Augen, offenen Ohren und Herzen... ich etwas erleben darf, was Dorothee Sölle 1995 in diesem in ihrer Autobiografie veröffentlichten Brief an ihre Kinder diesen wünscht: dass in ihrem Leben "Gott drin ist".
Danke, dass ihr uns als Pfarrteam so oft und so vielfältig spüren lasst: So fühlt sich das also an, dieses dass "Gott drin ist". Danke. Bleibt behütet

29.04.2020 Guten Morgen am Musik-Mittwoch in Elias

Heute nicht Orgel sondern ein jüdisches Lied aus dem Jahr 1970 - in der dt. (freien) Übertragung 2017 im Liederheft 'FreiTöne' zum Kirchentag - in Elias singen wir es seitdem zum Gottesdienst am Reformationsfest
 - soviel geballte Hoffnung! Im Judentum gesungen zum Neujahrstag (Rosh Hashana), immer in einer Zeit, die sich hoffnungslos anfühlt... dieses Jahr höre ich es noch einmal ganz neu... https://youtu.be/_zf2d4OzJL8

Und einmal im Original von ILan & ILanit: https://youtu.be/DQEJyPkZo8A

28.04.2020 Guten Morgen, Dienstag ist und bleibt KU-Tag

also auch heute Grüße von unseren Konfis, die sich in der letzten Woche mit Psalm 23 beschäftigt haben und dabei unter anderem diese Natur-Kunstwerke geschaffen haben.

Danke auch heute an Peter Kubach für die tollen Collagen!

Und weil es in dem hier auch - zumindest im Mittelteil - um Psalm 23 geht und weil wir heute vor 2 Monaten, am 28.02., den 75. Geburtstag meines Doktorvaters Jürgen Ebach gefeiert haben, für den ich das gemacht habe und weil wir alle gerade viel mehr betend denken als sonst vielleicht, schicke ich euch das hier heute auch noch.

Hier auch die Druckfassung des Textes, wie er im September in der Zeitschrift 'Junge Kirche' erscheinen wird.

Gute-Laune-Hoffnungs-Lieder

So, jetzt ist es soweit:
ich präsentiere euch die von euch geschickten Gute-Laune-Hoffnungs-Lieder - fast 50 sind es!

Immer wieder stand bei euren Nachrichten: "Ich bin ja gespannt, wie mein Lied abschneidet!" oder "Wie das wohl die anderen finden?" oder ganz ähnlich...

Also geben wir das Ganze gerne in die Runde und in eure Hände - aber keine Angst, ihr müsst euch jetzt nicht für das eine, einzig wahre allerbeste Lied entscheiden - wir stimmen nämlich nicht simpel/doof ab sondern machen was anderes: wir konsensieren; das klingt schwierig ist aber einfach und macht großen Spaß!

Und das geht so:
Ihr braucht nur euer Handy (oder tablet, Laptopb PC) und folgt diesem Link:

https://acceptify.at/nlxclvrap

Ihr landet zuerst auf einer Info-Seite. Von da aus auf 'Vorschläge'; dort findet ihr untereinander alle vorgeschlagenen Stücke - und zu jedem einen YouTube Link, damit ihr in jedes Stück reinhören könnt, weil niemand alles kennen kann - und daneben steht 'bewerten'.
 Bei der ersten Bewertung fragt acceptify nach eurem Namen: das kann ein echter sein oder auch ein nickname, was auch immer...
(niemand muss sich anmelden oder eine Mail-Adresse angeben!).

Dann bewertet ihr jedes Stück auf einer Skala von 0-10...
 Anders als gewohnt orientiert ihr euch dabei an der Frage: Welches Lied ruft bei mir den geringsten Widerstand hervor, also gar keinen, bei welchem will ich sofort singen, tanzen (oder freundlich nicken, das ist ja wie alles am Ende eine Typenfrage...) - das wäre eine 0 weil keinerlei Widerstand, alles super.

Wenn ihr aber ein Lied hört, bei dem ihr schreiend weglaufen wollt, das Handy aus dem Fenster schmeißen oder so - dann ist das eine klare 10 (größerer Widerstand ist nicht denkbar).

Und dann alles dazwischen... Die 5 ist so ein indifferentes 'ich habe Bedenken'...

Die Farben helfen: dunkelrot ist "Hilfe, bloß das nicht" - knallgrün "Au ja, bitte in Endlosschleife".

Warum wir das so machen und nicht 'einfach abstimmen', Mehrheitsprinzip wie immer?

Weil das so viel mehr Spaß macht und mehr Zustimmung erlaubt und weil wir so am Ende ganz oben den Song/das Stück stehen haben, bei dem die wenigsten weglaufen wollen - anders gesagt: das, wo beim nächsten Fest die meisten auf der Tanzfläche bleiben, weil sie das auch okay finden (weil nicht alles, was nicht meine Nummer 1 wäre, deshalb für mich unzumutbar ist;)).

Viel Spaß beim Bewerten!
Zeit dafür ist bis Samstag, 19.00 - und am Sonntag melde ich mich mit dem Ergebnis:) (könnt ihr dann aber über den Link auch selbst anschauen, wenn ihr genau wissen wollt, wie jedes Stück abgeschnitten hat)

P.S. 1: Ihr müsst nicht alle Lieder bewerten - aber ihr dürft - und dabei viele (oder wenige) neue Schätze entdecken:))

P.S. 2: Jede*r darf bewerten - auch ohne einen eigenen Vorschlag eingereicht zu haben - das zumindest ist wie im 'normalen' Leben;)

L. Cohen, Hallelujahyoutu.be/ttEMYvpoR-k
So war das damalsyoutu.be/ll_fZjjozUI
Radio Ruhrpott, Corona, du schaffst uns nichtyoutu.be/hHiGCoATtGE
Verleih uns Frieden gnädiglich (M. Nagel)youtu.be/xJPIo7BlcTI
Blues Brothers, Everybody needs somebody to loveyoutu.be/wDvIGZ-_au4
Revolverheld, Immer noch fühlenyoutu.be/Oh_Awt8I4Z4
Windstorm 2, The Aveneryoutu.be/JLMwQzJ4_i8
Louis Armstrong, What a wonderful worldyoutu.be/A3yCcXgbKrE
Ali Gatie, What if I told you that I love youyoutu.be/NKzd_YiW9AQ
Mark Forster, Liebeyoutu.be/k67Fh0Nd1Yk
SOS-KInderdorf Vietnam, Hände-Wasch-Tanz-Challengeyoutu.be/JZvvWeW0gy8
Edvard Grieg, Morgenstimmung (Peer Gynt)youtu.be/MZR4sNVMJeM
Ben E King, Stand by meyoutu.be/hwZNL7QVJjE
Middle of the Road, Soley Soleyyoutu.be/6eaCM5m8y6o
Mahnah-Manah-Song (Sesamstraße)youtu.be/01v9wALJ19w
Andreas Bourani, Auf unsyoutu.be/k9EYjn5f_nE
Die Toten Hosen, Kamikazeyoutu.be/F3j79lplMT0
Die Toten Hosen, Wie viele Jahre (Hasta la muerte)youtu.be/xPENEuDEAnk
Kapelle Petra, An irgendeinem Tag wird die Welt untergehnyoutu.be/Em-DAHKEpA8
Taizé, Christus, dein Lichtyoutu.be/WI41CmLX9zA
Gipsy Kings, Volareyoutu.be/qmbx4_TQbkA
Marius Müller-Westernhagen, Freiheityoutu.be/bI7I696OSpk
Seed, Komm in mein Hausyoutu.be/rwkJNCaDBrQ
Hurricane Smith, O Babe, what would you sayyoutu.be/KuccqN63I4I
The Lumineers, Opheliayoutu.be/pTOC_q0NLTk
You’ll never walk alone, Stadion-Version BVByoutu.be/g3UYNYxdIuM
Dire Straits, Brothers in armsyoutu.be/NVyhoijrikk
One direction, Drag me downyoutu.be/Jwgf3wmiA04
Pharrell Williams, Happyyoutu.be/y6Sxv-sUYtM
Wincent Weiss, An Wunderyoutu.be/IfpvdHhIRIg
Brings, Hallelujayoutu.be/mrz34TMzHH0
Sister Act 2, O happy dayyoutu.be/Pr7wcHTzcTg
Schandmaul, Bunt und nicht braunyoutu.be/Q1fXld-qJw4
Elton John, I’m still standingyoutu.be/ZHwVBirqD2s
Judy Collins, Amazing Graceyoutu.be/AtteRD5bBNQ
Sebel, Zusammen stehenyoutu.be/tOG6gzkNZV4
Johannes Oerding, An guten Tagenyoutu.be/CbHeVxjergo
Billie Eilish, Copycatyoutu.be/1JeaOXd7w9o
Felix Jaehn u.a., Close your eyesyoutu.be/HAUgCZFyxRw
Lil Peep, Falling Downyoutu.be/nPyKJkWwm1M
Carole King, You’ve got a friendyoutu.be/VbMI4imWFzY
Christina Perri, You are my sunshineyoutu.be/l6gQtoJoKbI
Bruno Martini, Sun goes downyoutu.be/_3bmHcz7zBw
Geier Sturzflug, Bruttosozialproduktyoutu.be/RUdyqJuJOAs 
Steven Sondheim, Everybody ought to have a maidyoutu.be/5aCa3Tf_tDA

27.04.2020

„Ein Glück, dass ich dich treffe“, sage ich und Gott nickt etwas zerstreut. „Geht’s dir nicht gut?“, frage ich ängstlich, denn das wäre es ja, wenn man sich jetzt auch noch Sorgen um Gott machen müsste. Deshalb rede ich lieber gleich weiter. „Es reicht, hörst du? Ich finde, dieses Virus sollte jetzt langsam mal aufgeben.“ Gott nickt und seufzt: „Das finde ich auch.“

„Dann tu was“, rufe ich, denn Seufzen hat noch nie geholfen, etwas zu verändern. „Vernichte es, verwandle es, mach, dass es aufhört!“

Er sei kein Seuchenexperte, sagt Gott, dafür gäbe es Fachleute. Die kennen sich gut mit Viren aus, auf die vertraue er.

„Und wenn sie sich irren?“

Das sei natürlich möglich, sagt Gott. Deshalb vertraue er auch auf die Fragen der anderen, dass sie nicht nachlassen, zuzuhören und mitzudenken.

„Vertrauen …“, murmele ich und klinge vermutlich enttäuscht, weil ich mir etwas Handfesteres wünsche.

„Du willst Sicherheit“, sagt Gott, und ich nicke, obwohl ich weiß, dass Sicherheit eine Sackgasse ist. „Deshalb habe ich das alles hier“ – er macht eine raumgreifende Bewegung, „auf Vertrauen aufgebaut. Ich glaube daran. Ich vertraue darauf, dass ihr klug und mutig genug seid, euer Herz und euren Verstand zu nutzen. Ich glaube an eure Widerständigkeit, die habe ich in eure DNA gelegt, an eure Fragen und euren Zweifel. Vergesst die nicht. Ich vertraue auf euren langen Atem, den habe ich in Jahrtausenden mit euch geübt. Ich vertraue auf eure Wachsamkeit. Es reicht, wenn einige wachen und die anderen sich wecken lassen. Wechselt euch ab. Ich vertraue auf eure Phantasie, denn die habt ihr von mir. Im Übrigen vertraue ich auf Butterblumen, Roséwein und Entenküken und finde, dass es ein paar ausgezeichnete Serien gibt.“

„Du überraschst mich immer wieder“, murmele ich wie zu mir selbst, und mir fällt plötzlich auf, wie hell der Himmel an diesem Abend ist.
(Susanne Niemeyer, Roséwein und Entenküken, 24.04.20: www.freudenwort.de/engelimbiss/)

26.04.2020 Guten Morgen ☀

um Rückkehr zur Normalität (und/doch: was ist schon normal?) geht es im heutigen Video-Gottesdienst - "Ich geh fischen", sagt Petrus...
Hier kommt das Evangelium für den heutigen Sonntag zum nochmal selber lesen: Joh 21, 1-14 (Einheitsübersetzung)

Danke für alle Gute-Laune-/Hoffnungs-Lieder - bis heute Abend, 19.00, habt ihr noch die Chance, mir euern Song zu schicken; morgen schreibe ich, wie es damit weitergeht. Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

25.04.2020 Guten Morgen, ihr Lieben,

wie immer am Samstagmorgen eine doppelte Einladung:
Heute um 18.00 unseren digitalen Gottesdienst 'Samstags in Elias', heute mit Steffi Elkmann und Musik von Arline Klein.
Morgen ab 10 wieder online auf ruhrnachrichten.de ein ökumenischer Video-Gottesdienst mit Michael Ortwald und mir.
Habt eine gute Zeit!

24.04.2020 Hallo zusammen am Freitag ☺

heute eine Frage an euch, die zugleich eine Bitte ist: Was ist euer gute-Laune-Hoffnungslied? Schon immer oder ganz aktuell, brandneu oder Klassiker, Bach, Beatles, Lady Gaga... Was auch immer. Alles geht ;) Bitte schickt euer Lied/Musikstück bis Sonntag an mich - wir tragen zusammen und machen vielleicht zusammen mit den Rückmeldungen von den Konfis, die wir auch darum gebeten haben, sowas wie die 'Elias-Hits-in-diesen-Zeiten' draus ☺. LG, Kerstin

 

Und noch was, für die Spontanen unter uns:

Wir erleben besondere Zeiten, auch Abende gestalten sich anders als sonst. Deshalb haben wir uns was ausgedacht, worin wir vertraute Formate und Elemente verbinden:
"Elias stärkt sich - digital.verbunden.im-Gespräch"
Wir laden ein zum gemeinsamen Wochenausklang am Freitagabend, 20.30, via Zoom.
Ein Wechselklang aus Gebet, Text und dem, was bei den Teilnehmer*innen obenauf ist - also Zeit zum Austausch.
Ihr braucht wie immer Laptop, Tablet oder Smartphone; außerdem gerne eine Kerze, die ihr während eines Gebetes entzündet - ach ja: und sorgt für euer leibliches Wohl (Lieblingsgetränk), bitte ;).
Wer Lust hat dabei zu sein und das auszuprobieren, meldet sich bitte kurz bei mir. Dann schicke ich euch den Link.
Liebe Grüße, Kerstin

23.04.2020 Guten Morgen am Donnerstag,

hierzu passend schicke ich euch als heutigen Impuls was von Wilfried Schmickler: Möbliertes Abendland. Sind Konsumtempel die systemrelevanteren Gotteshäuser? (Quelle: WDR 2 Kabarett, 20.04.2020)

22.04.2020 Am Musik-Mittwoch heute

eine Einladung zur Sauer-Orgel nach Gronau, Bach gibt's zu hören und dabei einen Rundgang durch die Stadtkirche - ob der Dateigröße heute 'nur' als Link, dazu auf das Foto klicken.

21.04.2020 Guten Morgen

mit einem kleinen Gruß von Dorothee Sölle, die den wunderbaren Begriff Theopoesie erfunden hat, weil, sagt sie, weniger logisch über Gott geredet als lyrisch mit ihm, von ihr gesungen, nach ihm getastet werden soll, kann, darf.

20.04.2020 Guten Morgen ☀

einen guten Wochenstart in die Woche der ersten Lockerungen wünsche ich euch mit Gedanken von Susanne Niemeyer aus ihrem Lichtblick-Blog.

Wo wollen wir hin?

Wann wir endlich wieder zur Normalität zurückkehren können, lese ich und denke: wieso zurückkehren? Leben geht nur vorwärts. Außerdem wüsste ich ein paar Dinge, zu denen will ich gar nicht zurück. Ich habe mich so an den streifenfreien Himmel gewöhnt und an mein freizeitstressreduziertes Leben, und dass Spazierengehen ein neuer Trend ist und Höflichkeit auch. Dass auf einmal Berufe systemrelevant sind, die ich als Kind schon bewundert habe. Und dass introvertierte Menschen jetzt einen Daseinsbewältigungsvorsprung haben.
Wir werden auch in diesem Zustand nicht verharren, und das ist für Viele existenziell wichtig. Die Frage ist: Wo wollen wir hin?

19.04.2020 Guten Morgen

am Sonntag Quasimodogeniti (wie die neugeborenen Kinder) - und herzliche Einladung zum Gottesdienst:
Wie das sein kann mit Ostern, das mit der Auferstehung, Gottes Aufstand gegen den Tod - das fragen wir uns (Todeszahlen in den Nachrichten… Zahl der Genesenen… Lockerungen...) - und nicht erst wir… Von einem der ersten Großen mit großem Fragezeichen handelt die Ev.Lesung… von Thomas, dem Zweifler…
Ich schicke euch hier die Übersetzung von Klaus Wengst (Schüler*innen ist die bessere Übersetzung für mathetai als Jünger*innen - weil Jesus jüdischer Rabbi, also Lehrer, war wie viele andere und diese ebenfalls Menschen um sich sammelten, die von ihnen lernen wollten)

18.04.2020 Guten Morgen am Samstag -

heute mit zwei Einladungen und einer Bitte:

  1. Heute um 18.00 unser Audio-Gottesdienst 'Elias am Samstag'. Heute mit Astrid Sperlinger-Rachilin (Texte) und Oliver Fiedler (Musik).
  2. Einladung morgen mit uns Gottesdienst zu feiern - morgen online bei den RN ab 10.00
  3. und hier die Bitte: Wer hat noch Kapazitäten und/oder kennt wen, die/der Masken nähen kann?
    Wir haben die letzten ausgegeben... Stoff und Gummiband sind vorrätig.
    Danke euch sehr - natürlich ausdrücklich hier nochmal allen, die schon so viele Masken genäht und gebracht haben!!!
    Und hier noch ein Tipp für die Notlösung - mit Tuch und zwei Haushaltgummis - danke an Steffi für den Hinweis!

17.04.2020 Guten Morgen ☀

heute ein Text, den Dietrich Bonhoeffer angesichts der Bedrohungen seiner Zeit geschrieben hat. Mich beeindruckt er immer wieder, zumal in der hier erklingenden ungekürzten Fassung mit den 'vermeintlichen Guttaten'... Liebe Grüße, Kerstin

Glaubensbekenntnis – von Dietrich Bonhoeffer - https://www.evangelisch.de/node/168503

16.04.2020 Guten Morgen am Donnerstag ☺

heute schicke ich euch ein Gebet von Nadia Bolz-Weber, großartige Kollegin aus den USA (https://nadiabolzweber.com - ein Besuch lohnt sich), Übersetzung von Kathrin Oxen:

Dass wir allen Komfort und die Bequemlichkeiten, die unser Leben umgaben, nicht oft genug als Segen betrachtet haben, sondern als selbstverständlich hingenommen haben:
Vergib uns, Gott.
Für alle von uns, die jetzt allein
und nicht in der Gemeinschaft trauern müssen:
Tröste uns, Gott
Für alle von uns, die sich um die Kranken kümmern:
Beschütze uns, Gott.
Gib uns die Fähigkeit, all die Angstmacherei,
die wenig hilfreichen Kommentare und die schlimmste Szenarien nicht andauernd anzuklicken.
Stärke uns, Gott.
Für alle, denen nichts Kreatives mehr einfällt, was ihnen hilft, die Zeit mit den Kindern in der Wohnung durchzustehen:
Inspiriere uns, Gott.
Für die unter uns, die sich jetzt zuhause selber Ponys schneiden:
Leite uns an, Gott.
Die Gnade, dass wir und andere jetzt
einfach nicht produktiv und kreativ sein müssen:
Schenke sie uns, Gott.
Dass diejenigen großzügig sind, die jetzt mehr Kraft als andere haben:
Mach es möglich, Gott.
Befreie uns von selbstsüchtigen Neigungen.
Wir sind doch deine Kinder und niemand von uns hat schon einmal eine Pandemie erlebt.
Lieb uns, so wie wir sind, Gott.
In den Tagen, die kommen, sei bei uns.
Gott, ungebunden an die Zeit,
du bist schon gegenwärtig in der Zukunft,
die wir heute fürchten.
Hilf uns, das zu glauben, Gott.
Amen

15.04.2020 Guten Morgen ☀,

Mittwoch bleibt Musik-Tag bei den Impulsen - ich leite euch einen Gruß aus Leipzig weiter, den ich Ostermontag bekommen habe (viele von euch wahrscheinlich auch schon - macht nix, bleibt gut)

14.04.2020 Guten Morgen, ihr Lieben,

auch nach Ostern machen wir natürlich weiter mit unseren Elias-Impulsen.

Morgen also wollen sie beraten, ob und wie es Lockerungen geben kann, wird, soll ab nächster Woche - aber noch sind wir zuhause, je für uns, mit allem, was dann so da ist in Kopf und Bauch und Herz...

Ein paar meiner Gedanken dazu schicke ich euch heute morgen:

Corona-Zeit ist Kellion-Zeit

13.04.2020 Ob Ostern wird

Ob Ostern wird, fragst du ängstlich,
und ich sage, natürlich wird Ostern.

Aber wer singt die Lieder,
wer bringt das Licht herein?
Wer steht auf, früh vor der Sonne,
wer segnet die Angst,
wer himmelt die Erde?

Du, sage ich, und ich.
Und die anderen
an ihren Küchentischen,
zwischen Legosteinen
und beim Melken der Kuh.
Bei der ersten Schicht in der Tankstelle,
nach unruhigem Traum im Krankenbett,
mit müden Augen am Taxistand.
Im Pausenraum morgens um vier,
zwischen Narzissen und Windrosen,
woimmer und überall.
Quelle: https://www.freudenwort.de

- Ostern ist geworden und ist es noch, auch dieses Jahr auch heute - dank euch!

12.04.2020 Auferstehungs-GD Ostersonntag 2020, Kirche Oespel

Christus ist auferstanden! - und in mir höre ich euch antworten: Er ist wahrhaftig auferstanden!
Frohe Ostern, ihr Lieben!

10.04.2020 Liebe Elias-Impulse-Menschen,

heute ist Karfreitag, immer (und) gesetzlich ein "stiller Feiertag" - in diesem Jahr noch einmal ganz anders ruhig. Ein Gutes hat das Ganze: In diesem Jahr bleiben uns die ganzen wütenden Mails, Posts etc. mit "Was erdreistet sich die blöde Kirche, uns Partymachen in der Disko zu verbieten?!" erspart...

Karfreitag ist nicht nur einer der wichtigsten Feiertage für uns Christ*innen, er gehört unangefochten zur Top 3 der 'schwierigen Feiertage', führt sie vielleicht gar an... Uns ist er wichtig. Und so könnt ihr, wenn ihr mögt, heute gleich dreimal mit uns den Karfreitag begehen:
Ab 10.00 wieder ökum. Video-GD aus der Immanuelkirche auf ruhrnachrichten.de.
Zu 15.00, also zur Todesstunde Jesu, wenn die Totenglocken unserer Kirchen läuten, einen Gottesdienst aus 6 Audio-Dateien auf unserer website und auch hier über den Impulse-Broadcast.
Und natürlich zu 18.00 'Elias liest' an Karfreitag.
Kommt gut durch den Tag!

09.04.2020 Guten Morgen bei den Elias-Impulsen☀

vor einer Woche hatten wir den Aufruf gestartet: Helft mit, lasst uns Masken nähen.
Das läuft wunderbar.
Wir können sagen: Elias ist dabei bei #Maskeauf (mehr Infos auf der gleichnamigen website und in den sozialen Medien) -
wir sind zwar keine Promis aber als Gemeinde/Christ*innen damit vertraut über was zu reden und auch was zu tun, worüber viele andere den Kopf schütteln, was sie irgendwie merkwürdig bis lächerlich finden ;).
Die ersten Masken sind schon verteilt, aber wenn ihr unterwegs seid, in der Öffentlichkeit, beim Einkaufen, wo auch immer die 2m Abstand nicht verlässlich einzuhalten sind: Macht mit, bitte! Maske auf - so signalisiert ihr anderen: Ich bin solidarisch, ich schütze dich.
Je mehr von uns mitmachen, desto weniger komisch fühlt es sich an. Versprochen!
Wer noch keine Maske hat: Meldet euch bei mir. Sie sind für euch da.
Und wenn ihr mögt, dann schickt mir ein Masken-Selfie (darf natürlich auch mit jeder anderen Maske sein, muss nicht Elias gelabelt sein ;)) - dann können wir bald eine fröhlich bunte Masken-Collage rumschicken. Passt doch zu Ostern☺.
Mir ging bei dieser ganzen Aktion was durch den Kopf. Das schick ich euch heute morgen einfach mal.
Liebe Grüße, Kerstin

08.04.2020 Guten Morgen☀

heute früh habe ich zweierlei für euch:
Musik natürlich (ist ja Mittwoch☺)
Dazu das Bild anklicken, um zum Video zu kommen und dann dort noch einmal auf den Film klicken, damit der Ton zu hören ist.

- und eine Einladung:
Morgen um 18.00 feiern wir Gründonnerstag mit Abendmahl - alle zusammen, die das mögen/denen das gut tut - natürlich digital, ganz einfach:
Was ihr braucht?
Ein Stück Brot, ein Getränk und ein Smartphone, Tablet oder Laptop/PC.
Wenn ihr dabei sein wollt, meldet euch einmal bei mir (Whatsapp oder Mail: kerstin.schiffner@elias-gemeinde.de). Ich schicke euch dann bis morgen Nachmittag den Zugangs-Link mit allen nötigen Infos.
Ich freu mich auf dieses Experiment mit euch☺!
Liebe Grüße, Kerstin

07.04.2020 Guten Morgen, heute kommen noch einmal Grüße von den Konfis

Es ging ums Abendmahl - Jesu letztes Essen mit seinen Schüler*innen und unser Erinnern und Versichern dessen, wenn wir Abendmahl feiern.

Das hier hat mir eine Konfirmandin dazu geschrieben: "Es gefällt mir, dass Jesus Judas nicht vor den Anderen verraten hat, obwohl er wusste, dass dieser ihn verraten würde.
Wenn er Judas verraten hätte, wären alle auf ihn losgegangen. Es ist auch wichtig, dass Jesus für das stand, was mit ihm geschehen sollte, auch, wenn er die Möglichkeit hatte, alle Pilger zu versammeln und die Römer vom Thron zu stürzen. Aber dies tat Jesus nicht, weil er dann Krieg begonnen und dies zu keiner Lösung geführt hätte. Nebenbei wären viele Menschen dabei um ihr Leben gekommen. Damit, dass er gestorben ist, hat er also vielen Menschen das Leben gerettet und möchte allen Menschen helfen - egal wem.
Außerdem meinte Jesus, dass es seine Bestimmung sei zu sterben und Gottes Wille.
Er stand dazu, weil er meinte, dass dies zu Frieden führen würde."

Außerdem haben die Konfis 'Brot/Brötchen-des-Lebens' gebacken, zusammen mit ihren Familien diese gegessen (eine Einleitung zum Abendmahl hatten sie von uns als Audio per Whatsapp bekommen) - und was übrig war, als lieben Gruß an Nachbar*innen verschenkt.

06.04.2020 "Momentan" - v. Christina Brudereck

März*April 2020. Seinlassen. Ich bin so dankbar für alle Möglichkeiten, Verbundenheit zu erleben. Im Netz zu feiern. Im Web zu beten. Mich auszutauschen. Großzügig teilen viele ihre Ideen, Texte und Bilder. Ich nehme gerne daran teil. Gleichzeitig passiert aber noch etwas anderes mit mir: Ich sitze sonst schon so viel vor dem Bildschirm. Ich wehre mich gegen noch mehr Web, Display, Online. Ich will in Ruhe sitzen für mich. Ich bin dankbar für die vielen Zeichen der Solidarität. Ich brauche sie dringend. Gleichzeitig wünsche ich mir, einfach mal da zu sein. Ohne Antwort. Ohne Lösung. Was wird aus meinen Plänen? Terminen? Meiner Gesundheit? Wie lange wird diese Krise dauern? Wie wird das sein? Wenn Konzerte, Lesungen, Schreibworkshop lange nicht möglich sind? Wenn ich meine Lieblingsorte nicht besuche? Meine Gemeinde. Meine alten Eltern. Freundinnen. Das Café. Das Glückauf-Kino. Die Buchhandlung. Ich bin dankbar für die Presse. Online-Nachrichten, -Zeitung. Mediathek. Die sozialen Medien. Meeting-Apps. Dankbar für den Zoom-Room. Gleichzeitig sehne ich mich danach, den Heiligen Raum in mir aufzusuchen. Ein paar Minuten wenigstens im Raum der Gnade. Ich will diese Fastenzeit aushalten. Das Nichts. Die Lücke. Das Dazwischen. Den Verzicht. Die Traurigkeit. Die unfassbar viele freie Zeit. Ich will es seinlassen wie es ist. Und ich bin dankbar für alle Bande. Für jede Inspiration und auch Ablenkung. Ich bin dankbar für meine Gemeinschaft. Öffentlich zu beten, ist berührend und kraftvoll. Gleichzeitig will ich mich selbst verlangsamen. Ich will das Lassen üben. In die Stille hineinhören. Nicht alles lässt sich sofort in etwas Gutes verwandeln. Segen für alle Events im Netz. Für Gesang und Applaus von Balkonen. Für alle Online-Versammlungen. Jede schöne, kleine Nachricht auf dem Handy. Und gleichermaßen: Segen für die Stille. Den neuen Blick. Segen für alles Seinlassen. 

Fundstück unter www.christinabrudereck.de

05.04.2020 Guten Morgen und einen gesegneten Palmsonntag wünsche ich euch!

Jesu Einzug in Jerusalem und den Beginn der Heiligen Woche wollten viele von uns heute mit der Einweihung der Sauer-Orgel in Gronau feiern. So kommt sie heute morgen als Gruß in Bild und Ton zu euch.

Auf das Bild klicken und die Fantasie in c-moll von Bach, BWV 537, ist zu hören.

Und heute gegen Abend gibt's noch was Besonderes für die Karwoche... Lasst euch überraschen!

03.04.2020 Guten Morgen☀,

heute gibt es einen Gruß aus der Hamburger Wohnzimmerkirche (zu mir gekommen über den Newsletter von freudenwort.de, kann ich sehr empfehlen☺): Fragen in diesen Tagen

02.04.2020 Ein paar Gedanken über (die) Zeit heute für euch

die gingen mir in dieser Zeit so durch den Kopf...☺

01.04.2020 Guten Morgen☀, Mittwoch entwickelt sich zum Tag der musikalischen Elias-Impulse☺

Und bis wir uns wiedersehn, möge Gott seine, ihre schützende Hand über dir halten!

31.03.2020 Guten Morgen ☀, es ist Dienstag - unser KU-Tag ☺

Und deshalb kommt der heutige Impuls auch als Gruß von unseren Konfis. Die haben nämlich letzte Woche 'Passion und Ostern' digital als Thema gehabt - und dabei #Ostersteine#Hoffnungssteine gestaltet. Die Originale liegen an den verschiedensten Orten, um von Menschen gefunden zu werden - zu euch kommen die Grüße der Konfis als Bildcollage. Danke dafür an Peter!
Einen hoffnungsvollen Tag wünsche ich euch ☺

30.03.2020 In diesen Tagen

Von Harriet Ellwein, Semarang, Indonesien, am 29.03.2020

Gib mir Dein Gehör,
Wenn es mir zu still wird in diesen Tagen,
Zu hören, wie die Vögel begrüßen den Dortmunder Morgen
Die lauten Grillen den javanischen Tag
Der Nachbarin Gesang zur Gitarre
Ich halte inne, lausche entrückt...

Gib mir Deine Nase
Wenn es mir übel wird in diesen Tagen
Zu riechen den Frühling und seine Blumen
Einzutauchen in den unverwechselbaren Geruch der Tropen
In die Düfte von Limette, Ananas und frisch gebratenen Bananen

Gib mir Deine Phantasie
Wenn es mir zu langweilig wird in diesen Tagen
Ein feines Rezept für die Suppe
Lieder auf der Trompete
Tanz vor dem Spiegel
Ratespiel mit den Kindern
Von Gedanken zu geschriebenen Worten

Gib mir Deine Hoffnung
Wenn es mir bang wird in diesen Tagen
Ein Lächeln, das die Tränen auffängt
Ein Blick statt Umarmung
Gemeinschaft von Herzen und Händen  
In Gebet und Gedanken und
Für das neue Gemüsebeet
gegen die Versorgungsnot

Gib mir Deine Weite,
Wenn es mir zu eng wird in diesen Tagen,
Durch Gebet und Meditation
Lass mich Deine Unendlichkeit spüren
In der Unendlichkeit meines inneren Seins
Mich mit den Vögeln in die Luft schwingen
Und in Gedanken über Berge und Täler schweifen

Gib mir Deine Weisheit
Die mich trägt durch diese Tage
Lass mich das Große im Kleinen erkennen
Und die Zeit danach in Deinem Sinne gestalten.

27.03.2020 Bleib gesund! Das macht mich krank (Kerstin Schiffner)

Bleib gesund! Das macht mich krank

25.03.2020 Grüße aus Gronau

'Unsere' ehemalige Sauer-Orgel Opus 915 ist in der Evangelischen Stadtkirche Gronau fertiggestellt, alle Orgelaufbau- und Intonationsarbeiten sind erfolgreich abgeschlossen.

Der Festtag der Sauer-Orgel, der am Palmsonntag (05.04.2020) stattfinden sollte, entfällt unter den gegebenen Umständen.
Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Kantor Tamás Szőcs richtet herzliche Grüße aus mit einer Hörprobe aus der 3. Orchestersuite von Bach "Air"

Weitere Klanghäppchen und Bilder von der Sauer-Orgel auf: www.orgelbauverein-gronau.de und www.facebook.com/SauerOrgelGronau/

24.03.2020 Die Welt nach Corona

Die Corona-Rückwärts-Prognose: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise „vorbei” ist.
Matthias Horx

Ich werde derzeit oft gefragt, wann Corona denn „vorbei sein wird”, und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Meine... ...weiterlesen

22.03.2020 Digitaler Einführung-Gottesdienst

Den Gottesdienst zur Einführung der neuen und Verabschiedung der alten Presbyter*nnen, den wir heute um 11 Uhr gemeinsam digital gefeiert haben, finden Sie hier

22.03.2020 GEBET

Gott,
es ist merkwürdig, wie wir Menschen so ticken. Du weißt das, denn Du hast uns gemacht und bist selbst Mensch geworden. Unser Wunsch, etwas Bestimmtes zu tun, wird dann größer, wenn es uns verboten wird. Auf einmal will ich möglichst viel rausgehen und Leute treffen, obwohl ich sonst auch gern einfach in meiner Wohnung bin. Auf einmal will ich unbedingt in die Kirche gehen und Gottesdienst feiern, obwohl ich mich sonst manchmal sehr schwer aufraffen kann.

Du hast uns Menschen einmal einen Baum direkt vor die Nase gesetzt und gesagt, wir dürften nicht von ihm essen. Natürlich taten wir es da erst recht. Baum der Erkenntnis. Mit Früchten, die klug machen. Klug genug, damit wir wissen, was richtig ist und was falsch. Heute ist es falsch, dass wir uns treffen und Gottesdienst feiern in einer Kirche.

Darum versammeln wir uns hier und an vielen virtuellen Orten und beten zusammen zu Dir: Bewahre uns! Stärke uns! Lass uns einander aus der Ferne Gutes tun. Und die, die anderen direkt helfen durch Essen verkaufen, durch Wichtige Sachen bringen, durch Pflege … all die segne mit besonderer Kraft und mit Gesundheit.

Amen

(Frank Muchlinsky, coronagebet.evangelisch.de, 22.03.20, 06.28)

21.03.2020 Meine Seele hat es eilig.

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.

Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten essen sie mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig waren, begann es, sie wirklich zu genießen.

Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.

Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen , die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind. Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen. Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren. Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten. Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.

Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süßigkeiten in der Packung.

Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind. Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden. Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen. Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten. Es ist das, was das Leben lebenswert macht.

Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen,   die Herzen anderer zu berühren. Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.

Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden. Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.

Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.

Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

„Meine Seele hat es eilig“ von Mario de Andrade (San Paolo 1893-1945), Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler. Einer der Gründer der brasilianischen Moderne.

20.03.2020 BESINNUNG in besonderen Zeiten

Die Erde wehrt sich
Gerard Minnaard, Woltersburger Mühle, Uelzen

Joachim Löw:
„Die letzten Tage haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Die Welt hat ein kollektives Burnout erlebt. Ich habe das Gefühl, dass sich die Erde gegen die Menschen stemmt. Das Tempo, das wir Menschen vorgegeben haben in den letzten Jahren, war nicht mehr zu toppen. Machtgier stand im Vordergrund, Katastrophen haben uns nur am Rande berührt. Jetzt erleben wir was, was jeden einzelnen Menschen betrifft. Jetzt stellen wir fest, dass wir auf wichtige Dinge schauen müssen, was im Leben wirklich zählt: Respekt untereinander! Dass wir in Zukunft noch respektvoller miteinander umgehen.“

Klasse. Besser kann man es nicht sagen. Hoffentlich hat diese Sichtweise Konsequenzen, wenn die Krise vorbei ist.

Die Erde stemmt sich gegen die Menschen.
Das Tempo war nicht mehr zu toppen.
Machtgier stand im Vordergrund,
Katastrophen haben uns nur am Rande berührt.


Was Jogi Löw sagt, ist eine Interpretation dessen, was passiert. Ein Virus spricht nicht. Ein Virus sagt nicht, warum es da ist und sich ausbreitet. Gestern war ich auf dem Fahrrad unterwegs und habe die ersten, neuen Blüten gesehen. Auch das ist die Natur. Und auch eine neue Blüte hat von sich aus keine Botschaft.

Das heißt: Wir müssen die Zeichen verstehen.
Corona ist eine Katastrophe.
Eine Warnung.
Ein Zeichen, dass wir uns ändern müssen.

Die Erde stemmt sich gegen die Menschen.
Das Tempo war nicht mehr zu toppen.

    Wir müssen entschleunigen.
    Wir sollten beim Sport nicht nur die Tore, die Minuten und die Zentimeter zählen, sondern auch das menschliche Verhalten.
Machtgier stand im Vordergrund.
    Wir müssen weg vom Geld als Zentrum des Lebens.
    Wir sollten mit den täglichen Börsennachrichten im Fernsehen aufhören.
Katastrophen haben uns nur am Rande berührt.
    Wir müssen verstehen, dass auch reiche Inseln nicht überleben werden.
    Wir sollten uns nicht länger abschotten vor den Problemen in Griechenland.

Jogi Löw deutet das, was passiert, und sagt: Die Erde wehrt sich.

Die Bibel fängt an mit der Schöpfungserzählung. Auch sie ist eine Deutung.
Die Schöpfungserzählung deutet die Natur als Zukunftsmusik.
Ich schließe ab mit einigen Sätzen in einer eigenen Übertragung:

Im Prinzip
das heißt: von Anfang an gilt:
Humanität schafft einen geschützten Raum

Humanität:
ein Licht geht auf
Licht in finsteren Zeiten    das ist gut!

Chaos muss weichen
Die Erde:
ein Ort zum Leben
unter dem Himmel            
das ist gut!

Die Erde – alles grün         das ist gut!

Die Tiere
von klein bis groß
Gesegnete Wesen                das ist gut!

Die Menschen,
Humanität ins Gesicht geschrieben,
Frauen und Männer,
Gesegnete Wesen                das ist sehr gut!

Es ist alles da
Leben ist möglich
Der siebte Tag
ein gesegneter Tag
                                              Das ist es.
                                              Feierabend
                                              !

 

19.03.2020 GEBETE 'MITTENDRIN' - Einladung zum Innehalten mitten im Nicht-Alltag

Seit ihren Anfängen hat die Kirche Wege gesucht, mitten im Alltag innezuhalten und dem Gespräch mit Gott Raum zu geben. In der klösterlichen Tradition ist dies weiterentwickelt worden zu den Tagzeitengebeten/Stundengebeten zu festen Zeiten. Aus der Alten Kirche haben die Hymnen dieser Stundengebete zu uns gefunden - und laden auch heute dazu ein: Halte kurz inne, mach Stop mitten in dem, was du gerade tust, wahrscheinlich anders als dein Alltag sonst - und nimm dir diesen Moment als Zeit fürs Gebet. Vielleicht tut es dir gerade in diesen so unruhigen, für uns neuen Zeiten gut, dich bewusst 'anzudocken' an diese ganz alten Worte, fremd in vielem; in ihnen kannst du dich bergen, so wie schon Generationen vor uns.

1, Zur Laudes, 06.00

Zur Laudes, 6.00

4, Zur Non, 15.00

Zur Non, 15.00

2, Zur Terz, 9.00

Zur Terz, 9.00

5, Zur Vesper, 18.00

Zur Vesper, 18.00

3, Zur Sext, 12.00

Zur Sext, 12.00

6 Zur Komplet, 21.00

Zur Komplet, 21.00

18.03.2020 HERZENSGEBET - jede*r zuhause und doch verbunden

Das Herzensgebet (oder komplentative Gebet) ist eine Form des Betens ohne Worte, die die Kirche seit ihren Anfängen kennt.

Sonst treffen wir uns in Elias im Raum der Stille oder der Fine Frau - in diesen Zeiten ist jede*r eingeladen, das Herzensgebet für sich zuhause zu praktizieren. Dazu gibt es hier eine kurze Einführung ins Herzensgebet sowie zwei erprobte Formulierungen, die ins konkrete Beten führen.

In einer WhatsApp-Gruppe sind diejenigen von uns, die dazu Lust haben, miteinander verbunden und können sich so zum gemeinsamen, heißt: zeitgleichen, Beten verabreden.

Herzliche Einladung noch dazuzukommen: einfach #Herzensgebet an Kerstin Schiffner (0177-5376470).

Gebet zur Einstimmung (Dag Hammarskjöld zugeschrieben)

Hinführung Herzensgebet

Klangschale zum Ende des Herzensgebetes

Herzensgebet, was ist das Eigentlich? Eine Einführung für Neugierige

"Verbundenheit aus der Ferne" Gedanken in diesen besonderen Zeiten

Von Harriet Ellwein, Semarang, Indonesien, am 18.03.2020

"Andrá tutto bene – alles wird gut". Mit diesen Worten machen sich die Italiener in ihren Sperrgebieten gegenseitig im Netz Mut. Und ich kann mich gar nicht sattsehen an den Bildern, wie junge und alte Leute, Familien mit Kindern und Alleinstehende mit Gitarren und Lauten, mit Topfdeckeln und Pfannen auf ihren Balkonen stehen, singen und Musik machen.

Sie machen mir auch Mut!

Als ich Anfang Februar aus Dorstfeld nach Indonesien zu meinem Mann und in unser Haus in Semarang gefahren bin, war ich ein bisschen traurig, meine Dortmunder Freund*innen und Netzwerke zu verlassen. Ich hatte mich gerade sehr wohlgefühlt.

Und es war dieses Mal gar nicht so einfach, wieder Fuß zu fassen. Die Regenzeit brachte Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit, z.B. beim morgendlichen Joggen, und viele Mücken. Und die hiesigen Freund*innen schienen gerade beschäftigt, so dass ich viel alleine war und mit mir selbst klarkommen musste. Das war gar nicht immer so einfach!

Ein wenig Trost habe ich in einer Meditationsgruppe in einem buddhistischen Tempel gefunden, wo sehr sympathische Menschen aller Altersgruppen und mehrerer Religionen (Buddhisten, Christen, Muslime) jeden Freitagabend gemeinsam auf Kissen sitzen und miteinander Atem- und Geh-Meditation machen. Manchmal kommen auch Weißgesichter dazu (solche wie ich), meistens Franzosen. Und der Tempel ist so groß, dass die Kissen in Zukunft auch auf zwei Meter Abstand gehen können.

Ich gehe auch (noch) sonntags in die ehemalige niederländische, evangelische Immanuelkirche zum indonesischen Gottesdienst, aber da treffe ich nur die für mich zuständige Dame von der Einwanderungsbehörde; eine Gemeinschaft, eine Gemeinde, habe ich dort noch nicht gefunden.

Und in diese Phase von Selbstmitleid und Traurigkeit kommen die Nachrichten aus Deutschland – keine Gottesdienste, keine beruflichen Veranstaltungen, kein Kino, keine VHS, kein Museum, kein Fitnessstudio, kein gemeinsames Fußballgucken im Stadion oder in der Kneipe……All das, was das Alltagsleben ausmacht und strukturiert – mit Ausnahme von Arbeit und Spazierengehen vielleicht – ist auf einmal nicht mehr da. Für meine Freund*innen, meine ehemaligen Kolleg*innen, für die Gemeinde, für alle!

Eine Freundin aus Dortmund schrieb mir, dass sie sich kaum mehr mit Menschen trifft und auch nicht ins Sauerland zum 78. Geburtstag ihrer Mutter fährt. In München wurde vor ein paar Tagen mein erstes Enkelkind geboren. Die stolzen Eltern haben es bisher ausschließlich über Fotos und Videos ihren Familien und Freund*innen vorgestellt. Sie schotten sich erst einmal total ab!

Was macht das mit uns allen in einer Zeit, in der sich unsere Gesellschaft ohnehin immer mehr individualisiert und auch entsolidarisiert? In der es ohnehin schon so viel Einsamkeit gibt? In der Trauercafé, Fastengruppe oder der Chor so wichtig für die vielleicht vermisste Gemeinschaft sein können?

In diese düsteren Gedanken hinein erreichte mich auf einmal die Tonnaufnahme von Kerstin Schiffner’s Predigt für den ausgefallenen Tafel-Gottesdienst vom 15.3. Und …..das singende Italien! Auf einmal fühlte ich mich ganz nah. 12.000 Kilometer Entfernung schienen wie weggeblasen – zu den unbekannten Balkon-Chören in Siena oder Neapel und zu Dortmund und den bekannten Menschen, die ich vielleicht am letzten Sonntag beim Gottesdienst zum „Teilen lernen“ getroffen hätte.

Zwei Dinge sind mir dabei klargeworden:

Ich weiß auf einmal, wie gut ich es hier habe. So ich es selbst will, kann ich noch schwimmen gehen, im Restaurant essen, mich mit Menschen treffen. Das Corona-Virus liebt die heißen Tropen nicht so. In diesem Land mit seinen 260 Millionen Einwohner*innen gibt es offiziell noch keine 200 Fälle und kaum zehn Tote (allerdings sterben landesweit täglich über 100 Menschen an Tuberkulose, was keine Nachrichtenzeile wert ist). Gegen Corona sind schnellere und intensivere Maßnahmen ergriffen worden als ich das aus Deutschland beobachte. So sind die meisten Schulen schon geschlossen….., und wer als Ausländer*in hier einreist, muss ab sofort ein Attest vorlegen. Die (natur-)katastro-phenerprobten Indonesier*innen signalisieren zumeist Gelassenheit und begegnen auch schlimmsten Nachrichten mit einem wunderschönen Lächeln. An einigen Orten finden im größten islamischen Land der Welt gemeinsame Gebete der Religiongemeinschaften statt, um zusammen dem Virus mit Stärke zu begegnen.

Und: Vielleicht müssen wir uns es immer wieder alle selbst neu erklären: Jede noch so unangenehme Situation bietet auch neue Chancen: Isolation und Einsamkeit mit neuer Innerlichkeit zu füllen und andere Formen der Gemeinschaft zu suchen.

So bete ich für uns alle hier in Indonesien und im fernen Europa: Lieber barmherziger Gott, mögest Du uns die Kraft und Stärke geben, in uns und mit uns im Reinen zu sein, in uns selbst Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden und nicht in Panik zu geraten. Schenke uns das richtige Augenmaß für die drohenden Gefahren und …… ein entspanntes Lächeln.

Ewige, öffne uns die Augen für die Möglichkeiten, Miteinander und Gemeinschaft, Gemeinde, neu zu erfinden. Gib uns die Kreativität, die wir brauchen, um in anderen Formen miteinander in Kontakt zu treten, uns von unseren Sorgen und Hoffnungen zu erzählen und gemeinsam Brot zu brechen und Wein zu trinken.

Weise uns den Weg zu innerer Stärke, Barmherzigkeit für unsere Mitmenschen und neu erlebter Gemeinschaft über alle Grenzen und Entfernungen hinweg.

Damit wir selbstbewusst sagen können: "Andrá tutto bene – alles wird gut!"

Amen!

17.03.2020 MUSIK zum Genießen, in die Stille kommen

Romantic Feelings von Hans Günther Heumann

15.03.2020 LESUNG (Pfarrerin Dr. Kerstin Schiffner)

Lesung Ex 16, Gütersloher Erzählbibel

- gespielt von Arline Klein

Arioso in h-moll von Friedrich II

15.03.2020 PREDIGT (Pfarrerin Dr. Kerstin Schiffner)

Predigtimpuls zu Ex 16