Elias liest vor

Guten Morgen am Samstag,

hurra, heute geht es los: Wir starten unsere Reihe ‚Elias liest vor‘ – und zwar „Die schönsten Geschichten der Bibel“ von Nico ter Linden; zu hören gibt es die zweimal pro Woche (donnerstags und samstags), und zwar bis zum Samstag vor dem 1. Advent – 30 Stimmen aus und um Elias könnt ihr dabei kennenlernen. Danke an alle, die mitgemacht haben!

Ein paar kleine Sachen schreibe ich noch im Vorfeld, damit ihr eine Idee habt, was ihr ab heute ‚auf die Ohren bekommt‘:

Nico ter Linden (1936-2018) war niederländischer Theologe u. Pfarrer, der nach verschiedenen Stationen (Ortsgemeinde, Justizvollzug, Krankenhaus) 1995 sich vom Dienst befreien ließ und sich an das große Unterfangen gesetzt hat, eine Nacherzählung der biblischen Bücher zu verfassen.

Dabei verknüpft er in einzigartiger Weise biblischen Text und seine Interpretation, die sich gründet in Erkenntnissen und Beobachtungen jüdischer Bibelauslegung, wie sie z.B. in der sog. ‚Amsterdamer Schule‘ im 20. Jahrhundert gelehrt wurde. Es ist eine Form der Bibelauslegung, die die biblischen Texte literarisch liest, die sie versteht als Lebenszeugnisse von Menschen, die versuchten, ihre Gott-Sehnsucht und Gott-Suche in Worte zu fassen, die ihr ganzes Leben deuten als ‚im Angesicht Gottes‘. Nico ter Linden selbst schreibt in einem kleinen Büchlein davon, Glaube sei für ihn ‚wandeln mit Gott‘.

Also: Die biblischen Texte sind niemals möchtegern historisch, kein Versuch, Weltentstehung o.ä. zu erklären – sondern geschrieben, um das hier und jetzt des eigenen Lebens ins Gespräch mit Gott zu bringen.
So geht ter Linden immer wieder in seinen Erzählungen von der Entstehungssituation der Texte aus: nach allem, was wir wissen, sind die allermeisten ersttestamentlichen Texte im babylonischen Exil entstanden, im 6. und 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Dort, weit weg von zuhause, da, lange nach den Geschichten, die sie erzählen, formulieren die Menschen Erzählungen ‚vom Anfang‘, vom Anfang Israels und der gesamten Welt.  Für ter Lindens Bibellektüre und damit Nacherzählung ist und bleibt damit entscheidend, dass wir uns als Christ*innen bewusst in die Verbundenheit mit Israel und in das Bewusstsein stellen, dass wir nichts von unserem Glauben/Vertrauen verstehen können, wenn wir nicht verstehen, dass Jesus von Nazareth nichts und wirklich gar nichts aus seiner Bibel, dem, was für uns der Erste Teil der Schrift (das ‚Alte Testament‘) ist, negieren/missachten wollte.

Genug der Vorrede. Jetzt geht’s los:

29.08.2020: Heike Seidenstücker liest 'Im Anfang'

03.09.2020: Lars Hülsmann liest 'Und Gott sprach'

05.09.2020: Sophie Bunse liest 'Der Lebensatem'

05.09.2020: Susanne Kunschek liest 'Der Mensch, Mann und Frau'

10.09.2020: Frank Arndt liest 'Das verlorene Paradies'

12.09.2020: Irmela Redhead liest 'Kain und Abel'

17.09.2020: Ingo von Stillfried liest 'Noah'

17.09.2020: Kim Sagner liest 'Sintflut'

19.09.2020: Martina Berkenkamp liest 'Turmbau zu Babel'

24.09.2020: Stefanie Arndt liest 'Abram steigt nach Ägypten hinab'

26.09.2020: Stefanie Elkmann liest 'Abram verzweifelt'

01.10.2020: Carsten Wittwer liest 'Abraham bekommt hohen Besuch'

03.10.2020: Anke Schulte liest 'Das Kind, das zum Lachen brachte'

08.10.2020: Sandra Fülber liest 'Abrahams Opfer'

10.10.2020: Erhard Schiffner liest 'Die Jakobsleiter'

15.10.2020: Ludgera Stadtbäumer liest 'Der Meisterträumer'

17.10.2020: Regina Fehlau liest 'Der Pharao träumt'